Angebotene Ware muß lieferbar sein

Das OLG Hamm hat mit Urteil vom 22.04.2010 (I – 4 U 205/09) nochmals klargestellt, daß bei einem Internetangebot für den Verkauf von Waren der Kunde davon ausgehen darf, daß die Ware lieferbar ist, wenn kein ausdrücklicher Hinweis vorgehalten wird, aus dem sich die fehlende Verfügbarkeit ergibt.

Auch andere Gerichte vertreten die Auffassung, da der Kunde bei einem Kauf über Onlineshops davon ausgehen darf, daß der Händler die Ware sofort liefern kann und zwar unabhängig davon, ob er sie selbst auf Lager hat oder beispielsweise im Streckengeschäft geliefert wird.

Das OLG Hamm hat klargestellt, daß der Händler die von ihm angebotenen Waren selbst oder abrufbar bei einem Dritten zum unverzüglichen Versand an den Kunden vorrätig haben muß, es sei denn, es wird unmittelbar an dem angebotenen Artikel die tatsächliche Lieferfrist mitgeteilt.

Im vorliegenden Fall war eine Werbemaßnahme des Händlers angegriffen worden, weil die von ihm beworbene Ware nicht oder zumindest teilweise nicht lieferbar war.