Besonderheiten beim Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln II

Für Nahrungsergänzungsmittel gilt entsprechend § 4 NEMV eine besondere Kennzeichnungspflicht, die auch von Internethändlern zusätzlich zu der Pflicht zur Kennzeichnung von Lebensmitteln nach dem Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) zu beachten ist.

Kennzeichnung auf Fertigverpackung und auf der Internetseite des Händlers

Wegen der einzelnen Kennzeichnungen verweise ich auf den o.g. § 4, der die dort vorgegebenen Angaben auf der Fertigverpackung – und nur in einer solchen darf überhaupt verkauft werden – vorschreibt.

Auch wenn die NEMV die Kennzeichnung auf die Fertigverpackung begrenzt, ergibt sich eine deutliche Erweiterung durch die Zusatzstoffezulassungsverordnung (ZZulV), da hiernach der Händler bereits in seinem Internetangebot die dort angegebenen Hinweise ausdrücklich erteilen muß.

Diese Kennzeichnungspflicht auf der Internetseite ist bei jedem Artikel gesondert zu erfüllen und darf auch nicht beispielsweise mittels Sternchenzusatz auf einer gesonderten Unterseite oder durch Nummern in einem gesonderten Stoffe-Verzeichnis erfolgen. Hier gelten dieselben strikten Vorgaben wie beispielsweise bei der Textilkennzeichnung oder der EnVKV vor allem zur ausreichenden Transparenz, Erkennbarkeit und Lesbarkeit.

Detailangabe ist gefragt

Die ZZulV verpflichtet insbesodnere zur Angabe, ob Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Antioxidationsmittel, Schwefel, bestimmte Zusatzstoffe zum Wachsen von Obst oder Phosphate sowie bestimmte Süßungsmittel enthalten sind.