Gegenüberstellung von Preisen in Werbung

Wer als Händler dem Kunden Ware anbietet, die deutlich billiger ist, als dieselbe Ware eines Mitbewerbers oder aber deutlich billiger, als bislang im eigenen Sortiment, der möchte hierauf gezielt mit Werbemaßnahmen hinweisen und Kunden anziehen.

Hierbei sind verschiedene Punkte zu beachten, damit derartige Angebote nicht wettbewerbswidrig sind und als irreführende Werbung nach § 5 UWG qualifiziert werden.

Bei Werbung mit Preisenkungen im eigenen Sortiment muß der vorher höhere Preis tatsächlich für einen angemessenen Zeitraum gegolten haben. Der Händler darf also den Preis nicht erst anheben und dann für die Werbeaktion wieder absenken und den Eindruck zu erwecken, der Preis sei nun besonders günstig. Auch darf der Händler nicht mit Begriffen wie „günstiger als der Listenpreis/Katalogpreis“ etc werben, da diese Begriffe vielschichtig zu evrstehen und nicht eindeutig definiert sind. Ein Verleich mit dem unverbindlichen Preis des Herstellers /UVP ist deutlich zu deklarieren.

Bei Werbung mit Preisen, die günstiger sind als die Preise der Wettbewerber sind die Grenzen der vergleichenden Werbung iSd § 6 UWG zu beachten. Mindestens ist der konkrete Mitbewerber, mit dessen Preis der Vergleich erfolgt, zu benennen. Gleichzeitig ist klarzustellen, ob es sichum dasselbe Produkt oder ein vergleichbares handelt bzw ob der Umfang der Leistung für den angebotenen günstigeren Preis identisch ist. Angaben dürfen also weder unwahr noch unvollständig sein und müssen dem Kunden eine Überprüfung auch beim Mitbewerber ermöglichen.