Kaltakquise per Telefon – auch im B2B nur in sehr engen Grenzen

Nach Ansicht des LG Hannover im Urteil vom 03.11.2009 (18 O 113/09) genügt auch im B2B-Handel eine allgemeine Sachbezogenheit nicht, um Werbeanrufe ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Geschäftskunden durchzuführen. Vielmehr ist ein solches Werbeverhalten wettbewerbswidrig, da ein allgemeines Einverständnis für derartige Werbung nicht angenommen werden könne.

Das LG Hannover hält es für erforderlich, daß für den Anruf ein konkreter und aus dem Interessensbereich des Anzurufenden herzuleitender Grund vorliege, der verlange, daß der Anrufer von einem konkreten Bedarf der beworbenen Mittel ausgehen könne.

Anderenfalls liegt ein unzulässiger und damit wettbewerbswidriger Werbeanruf vor.