Preisangabe im Shop und in Preissuchmaschinen

Vielfach werde in Preissuchmaschinen die Preise der angebotenen Artikel eines Shops angezeigt, die weder einen Hinweis darauf geben, ob die Mehrwertsteuer bereits im Preis enthalten ist und ob Versandkosten -wenn ja, in welcher Höhe – hinzutreten. Die Preisauszeichnung ist daher unvollständig und weicht häufig von dem Endpreis in dem Shop ab. Letzteres kann der Kunde erst erkennen, wenn er den Shop aufgerufen und dort die vollständige Preisangabe geprüft hat.

Nach einem Urteil des BGH vom 16.07.2009 (I ZR 140/07) ist diese Form der Preisauszeichnung nicht zulässig, da Preissuchmaschinen der Vergleichbarkeit der Preise für einen bestimmten Artikel dienen und die Versandkosten der Händler häufig erheblich voneinander abweichen.

Da in den Suchmaschinen der billigste Preis zuerst genannt wird, im Ergebnis aber über Versandkosten deutlich höher sein kann, als der Preis von Mitbewerbern, werde der Kunde durch die fehlende Anzeige der Versandkosten bereits in der Preissuchmaschine irregeführt und in wettbewerbswidriger Weise auf die Seite des vermeintlich günstigsten Anbeiters geleitet.

In den Preissuchmaschinen ist daher der Preis zzgl. der anfallenden Versandkosten darzustellen, um dem Kunden die Vergleichbarkeit der Gesamtpreise zu ermöglichen.