Schadensersatz bei Verkehrsunfall und Rabatt als Werksangehöriger

Wer nach einem Verkehrsunfall Schadenersatz für die Schäden an seinem Fahrzeug erhält, ist grundsätzlich wirtschaftlich so zu stellen, wie er stünde, wenn der Unfall nicht passiert wäre.

Es wird also üblicherweise Schadenersatz in Höhe der Reparaturkosten oder – wenn diese unwirtschaftlich sind – als Ausgleich für einen Totalschaden gezahlt.

Der BGH hatte sich jetzt mit der Frage zu befassen, ob der Geschädigte den Betrag verlangen kann, den die Reparatur auch über den von einem Sachverständigen geschätzten Betrag hinaus erhalten kann oder ob ein dem Geschädigten gewährter Werksangehörigenrabatt mindernd zu berücksichtigen ist.

Einerseits hält der BGH in seinem Urteil vom 19.10.2011 (VI ZR 17/11) ausweislich der veröffentlichten Pressemitteilung fest, daß auch die Reparaturkosten zu erstatten sind, die über die Schätzung eines Sachverständigen hinausgehen.

Andererseits rechnet der BGH den Werksrabatt, der dem Geschädigten gemäß Betriebsvereinbarung zusteht, unter Berücksichtigung der Schadensminderungspflicht an und zieht diesen von dem zu zahlenden Schadenersatz ab.

Quelle: Pressemitteilung des BGH vom 19.10.2011 Nr 164/2011