Stellenausschreibungen und der fehlende Zusatz w/m

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schreibt vor, daß Benachteiligungen u.a. wegen des Geschlechts zu unterbleiben haben.

Das OLG Karlsruhe hat mit Urteil vom 13.09.2011 (17 U 99/10) bestätigt, daß bereits das Weglassen des Zusatzes „m/w“ oder „…/in“ ausreichend ist, um einen Verstoß gegen das Diskriminierungsvervot zu begründen, da Frauen davon abgehalten werden könnten, sich auf die ausgeschriebene Stelle zu bewerben.

Das ausschreibende Unternehmen hatte eine Entschädigung nach § 15 AGG zu zahlen, die der Höhe eines Monatsgehaltes der ausgeschriebenen Stelle (Geschäftsführerposition) ausmachte, um eine Abschreckung zu erreichen.