Umsatzsteuer bei Dauerleistungen – Neuregelung 01.07.2010

Seit dem 01.07.2010 ist es für Dauerleistungen, die ein inländischer Unternehmer in Deutschland von einem ausländischen Unternehmen entgegennimmt nicht mehr möglich, die Umsatzsteuer abzuführen, wenn die Leistung insgesamt erbracht wurde oder für den Fall von Teilleistungen Teilzahlungen, Anzahlungen oder Vorauszahlungen erbracht worden sind.

Aus dem seit 01.07.2010 geltenden § 13 b Abs. 3 UstG (entsprechend Art. 64 Abs. 2 MwStSystRL) hat der in Deutschland ansässige Unternehmer, der von einem ausländischen Dienstleister Leistungen in Anspruch nimmt, die über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erbracht werden, die Umsatzsteuer nicht mehr nach endgültiger Ausführung der Leistung abzuführen, sondern abschnittsweise in der Form, daß mit Ablauf eines jeden Kalenderjahres die Abführungspflicht entsteht.

Am Ende des Monats, in dem die letzte Teilleistung erbracht wird, ist der letzte Anteil der für das betreffende Jahr geschuldeten Umsatzsteuer abzuführen.

Werden für derartige Dauerleistungen Teilleistungen und Abschlagszahlungen vereinbart, ist die Umsatzsteuer jeweils für den Monat zu berücksichtigen, indem die Teilzahlung erfolgt. Handelt es sich um sonstige Leistungen, die den Zeitraum von mehr als einem Jahr nicht überschreiten, jedoch kalenderjahrübergreifend erbracht werden, findet die Bestimmung des § 13 b Abs. 3 keine Anwendung.