Verwendung von Testergebnissen in der Werbung

Gerade die Testergebnisse der Stiftung Warentest werden gerne für Werbung herangezogen, da bei einer guten oder sehr guten Beurteilung der Kaufanreiz beim Kunden verschärft wird.

Häufig werden jedoch Testergebnisse verwendet, für die die Tests etliche Jahre zurückliegen und das derzeit vom Hersteller angebotene Produkt nicht mehr mit dem damaligen Produkt identisch ist.

Bei der Werbung mit Testergebnissen ist also darauf zu achten, daß die Bewertung als solche richtig wiedergegeben wird und erkennbar ist, ob andere Produkte besser abgeschnitten haben. Darüber hinaus ist die genaue Fundstelle deutlich sichtbar anzugeben.

Gleichzeitig ist zu beachten, daß nicht jeder Test ausreichend ist, um mit Testergebnissen werben zu können. Es muß sich um eine repräsentative Anzahlt an Produkten handeln, die im Rahmen des Vergleichs durch eine vom Werbenden unabhängige Test-Organisation gegenüber gestellt sind.

Das OLG Frankfurt hat sich durch Beschluß vom 13.01.2011 (6 W 177/10), mit der Frage zu befassen gehabt, inwieweit mit den Testergebnissen „gut“ geworben werden darf, wenn mehrere Vergleichsprodukte mit sehr gut bewertet worden sind.

Das Gericht hielt die Werbung für irreführend im Sinne des § 5a in Verbindung mit § 3 UWG. Die Werbung mit der Beurteilung „gut“ als solche war zwar korrekt, jedoch wurde verschwiegen, daß etliche Produkte mit sehr gut bewertet worden waren und auch Vergleichsprodukte aus der Kategorie „gut“ eine bessere Bewertung hatten als die des Werbenden.