Wer per Email Linktausch anbietet riskiert eine Abmahnung

Derzeit werden wieder vermehrt per Email Anfragen zum Linktausch verschickt.

Suchmaschinenoptimierung für Internetseiten beinhaltet üblicherweise auch das Einbinden eines Links zu der Seite auf Internetseiten dritter. Je mehr Links auf eine Seite führen, als um so beliebter wird sie in der Regel von Suchmaschinen wie google bewertet und entsprechend weit oben in den Suchergebnissen angezeigt.

Hierzu wird auch die Möglichkeit des Linktausches genutzt nach dem Motto „verlinkst Du mich, verlinke ich Dich“ oder auch gegen eine unklare Gegenleistung.

Was aber nach freundlichem Tausch aussieht ist häufig einfache Marketingstrategie desjenigen, der den Tausch anbietet und Links benötigt, um für seine Kunden die Seiten im Ranking zu verbessern oder seine eigene Seite zu pushen.

Die Nachfrage durch Webdesigner oder Suchmaschinenoptimierer per Email an „Kollegen“ oder sonstige Dritte per Email ist in der Regel als Spam einzustufen und daher wettbewerbswidrig, da es sich um Werbe-Emails handelt, die ohne vorherige Einwilligung des Empfängers nicht zulässig sind.

Selbst wenn – was mittlerweile ebenfalls üblich ist – der Absender den Empfänger persönlich mit Namen anschreibt, erklärt, was er tut, warum er Interesse an dem Linktausch hat oder so tut, als handele es sich um einen Kollegen, dessen Linktauschangebot beide Seiten quasi befruchten soll, ändert das an der Qualität als Werbe-Email und daher wettbewerbswidrigem Verhalten durch Spam nichts.

Etwas anderes kann gelten, wenn das Angebot, Links in Anspruch zu nehmen, mit einem konkreten Angebot untermauert wird, wonach beispielsweise für den Link etwas bezahlt oder eine konkrete wirtschaftlich interessante Gegenleistung erbracht wird.

Das AG Buxtehude hat mit Urteil vom 07.06.2011 (31 C 789/10)  entschieden, daß es hierbei nicht ausreicht, wenn nur eine „Belohnung“ versprochen wird für den Fall, daß dem Linktausch zugestimmt wird.

(Urteil entnommen aus preisvergleich-24.org)