Werbung mit dem Gütesiegel von Verbraucherschutz.de

Der VBS Verbraucherschutz e.V. bietet seinen Mitgliedern ein Werbelogo, mit dem damit darauf hingewiesen werden kann, daß der Händler, insbesondere der Internetauftritt, besonders verbraucherfreundlich ausgestaltet ist.

Das OLG Dresden hatte mit Urteil vom 03.07.2012 (14 U 67/12) festgehalten, daß die Werbung mit dem Siegel von „Verbraucherschutz.de“ irreführend und daher als wettbewerbswidrig anzusehen sei, da es von dem durchschnittlichen Betrachter als Gütesiegel verstanden wird und die besondere Gütequalität noch durch die Verwendung des Begriffes „Verbraucherschutz“ gestärkt werde, obwohl es tatsächlich kein objektives, sachbezogenes Prüfungs- und Zuteilungverfahren für das Siegel gebe.

Auch wenn der VBS e.V. jetzt reagiert und und ein neu gestaltetes Logo zur Verfügung gestellt hat, sollten Verbraucher im Internet grundsätzlich prüfen, von welcher Einrichtung ein Siegel vergeben worden ist und ob es Anhaltspunkte für die Prüfkriterien gibt.

So wie im vorliegenden Fall gibt es keine einheitlichen Vorgaben für Prüf- und Testsiegel von Anbietern, die eine unabhängige und sachliche Prüfung sicherstellen. Nicht jedes „Zertifikat“ weist daher eine Aussagekraft für den Kunden und die Qualität und Seriösität des Händlers oder Anbieters auf.

Händler sollten ebenfalls prüfen, was ihnen an Gütesiegeln angeboten wird, welche Krieterien der Anbieter zugrunde legt und – aus objektiver Sicht – ob er als Kunde auf dieses Siegel vertrauen würde.