Werbung mit Testergebnissen

Immer öfter möchten Händler die von ihnen angebotenen Waren hinsichtlich ihrer besonderen Qualität oder Wirkungsweise mit Testergebnissen untermauern. Dabei sind allerdings Besonderheiten zu beachten, deren Nichteinhaltung ohne Weiteres zu einem abmahnfähigen Wettbewerbsverstoß führen kann.

Das Hanseatische Oberlandesgericht hat bereits im Jahr 2007 (15.07.2007 Az.: 3 U 240/06) klargestellt, daß die Werbung mit Testergebnissen nur zulässig ist, wenn die genaue Fundstelle des Testes/Testergebnisses angegeben wird, da anderenfalls die Werbung als mit den guten kaufmännischen Sitten unvereinbar und daher unlauter und auch erheblich im Sinne der §§ 3, 6, 8 I UWG ist.

Ohne diese Angabe sei des dem potentiellen Kunden nicht möglich, sich den Inhalt des Testes zu verschaffen und sich selbst ein Bild von dem Testergebnis zu machen. Da aber der Händler dem mit Testergebnissen beworbenen Produkten ein „besonderes – quasi objektives – Gewicht verleiht“, sei dem Interessierten die Fundstelle bereits innerhalb der Werbung offenzulegen.

Dabei kommt es nicht darauf an, ob es für das entsprechende Zitat eine vom Veröffentlicher angegebene verbindliche Zitierweise gibt.

In dem Gerichtsverfahren hatte der Händler mit Testergebnissen für Drucker geworben, ohne die Ausgabe der Fachzeitschrift nebst Fundstelle zu benennen. Dies erschwere dem potentiellen Kunden unnötig das Auffinden der Testergebnisse, die ja zum Maßstab des Produktes gemacht werden.