Werbung per Email

Händler bemühen sich gerne um neue Kunden oder lassen ältere KUndenbeziehungen wieder aufleben, indem sie per Email Werbung veschicken und auf ihre Angebot hinweisen.

Nach § 7 UWG handelt es sich um belästigende Werbung und damit um wettbewerbswidriges Verhalten des Händlers, wenn der Empfänger nicht ausdrücklich in derartige Werbung eingewilligt hat. Dabei genügt keine Einwilligung für allgemeine Korrespondenz mit dem Kunden, sondern es muß sich um eine Einwilligung zur Zusendung von Werbung handeln. Das gilt im Übrigen auch für Werbung an Unternehmer, also im B2B-Geschäft!

Besteht bereits eine Geschäftsbeziehung, darf der Händler gegenüber Gewerbetreibenden unter engen Voraussetzungen ohne ausdrückliche Einwilligung kraft „mußmaßlicher Einwilligung“ für ähnliche eigene Artikel oder Dienstleistungen werben, wie diejenigen, aus der sich die Kundenbeziehung ergab, wenn der Kunde ursprünglich darauf hingewiesen wurde, daß er die Einwilligung für Werbe-Emails jederzeit ohne Angabe von Gründen zurückziehen und widerrufen kann.

Der Händler muß im Streitfalle diese Voraussetzungen beweisen.

Kauft der Händler Adressen von potentiellen Kunden, mit denen er noch in keiner Geschäftsbeziehung stand, dann muß stets eine ausdrückliche Einwilligung für den Bezug von Werbung per Email vorliegen, damit sich der Händler bei dem Versand der Werbemails nicht gesetzeswidrig verhält.

Derzeit ist davon auszugehen, daß zur Vermeidung von Mißbrauch mit Emailadressen die Einwilligung von Verbrauchern im sog. doppelten opt-in-Verfahren einzuholen ist, nach dem der Verbraucher zweimal ausdrücklich bestätigt, daß er über die angegebene Emailadresse Werbung beziehen möchte. Hierbei ist der Kunde ebenfalls darauf hinzuweisen, daß er jederzeit die Einwilligung ohne Angabe von Gründen widerrufen kann und bei wem der Widerruf wie erklärt werden kann.