Widerruf per Email und verspätete Rücksendung

Das AG Nidda hat durch Urteil vom 13.01.2010 (1 C  474/09) entschieden, daß der Kunde bei einem Widerruf seiner Vertragserklärung im Internethandel nicht die Bezeichnung „Widerruf“ verwenden muß, sondern es ausreichend sein kann, wenn der Kunde per  Email anfragt, an wen Ware zurückgeschickt werden kann. Dies ist vor allem dann als Widerruf auszufassen, wenn der Kunde die Ware auch zurückschickt.

Für die rechtzeitige Rücksendung ist es ausreichend, wenn der Kunde am letzten Tag der Widerrufsfrist die Widerrufserklärung oder die Ware absendet, auch wenn die Erklärung oder die Ware erst nach Fristablauf beim Händler eingeht.